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#freedom - Wie die Cloud unternehmerische Freiheit schafft

#freedom - Wie die Cloud unternehmerische Freiheit schafft

Während bestehende Firmen mit dem „Das-war-schon-immer-so“-Geist kämpfen, glänzen Start-ups mit hoher Agilität und starken unternehmerischen Visionen. Mit Einsatz der Cloud können sich auch Etablierte ein Stück Agilität und Fokussierung zurückerobern.

#das-war-schon-immer-so – Wer im Treibsand der Legacy IT wandert, geht früher oder später unter

Stellen Sie sich kurz die IT-Landschaft Ihres Unternehmens vor. Was sehen Sie? Eine hochmoderne, ganzheitliche, stets aktuelle Cloudlösung? Eine funktionierende, verlässliche aber nicht ganz aktuelle On Premises-Lösung? Oder vielleicht doch einen hochkomplexen Flickenteppich aus einem alten On Premises-Kern mit Polstern aus moderner Middleware und Front-End Stickern?
Stellen Sie sich nun vor, Sie sind eine Bank. Genau genommen die Royal Bank of Scotland (RBS) – ein echter Banking-Dinosaurier. Als solcher kann die RBS auf einen erprobten und im Laufe der Zeit nahezu unveränderten IT-Kern zurückblicken. Es hat einfach funktioniert.
Nun begegneten der RBS neue Herausforderungen und Kundenwünsche, Online Banking sei hier als eine der größten genannt. Um die neuen Herausforderungen anzugehen und letztlich am Markt zu bestehen, musste die RBS ihre Systeme anpassen. Ein Update des IT-Kerns auf eine moderne Cloud-Lösung wäre allerdings schwierig, teuer und risikoreich gewesen. Im Banking galt lange: „If ain’t broken, don’t touch it.” Die RBS setzte also auf Middleware und Front-End Systeme, die das Kernsystem lediglich erweiterten. Ergebnisse dieses Ansatzes waren hohe Offline-Zeiten und Systemfehler. Experten erwarten für die RBS eine Zukunft, in der nur die Marke verkauft wird und eine neue Bank entsteht.
Sie können sich dieses Schicksal so vorstellen, als würden sie auf Treibsand laufen. Sie laufen und laufen, Ihre Legacy IT-Systeme funktionieren. Doch während Sie laufen, merken Sie, wie der Sog nach unten immer stärker wird und die Anforderungen an ihre Lauffähigkeit steigen. Um nicht unterzugehen, strampeln Sie im Treibsand nach oben. Der Einsatz von Behelfslösungen hält sie kurzfristig am Leben. Zumindest so lange bis der Flickenteppich reißt.

#Cloud-nur-für-Große? – Selbstlimitierung mit Blockade-Garantie

Woran denken Sie, wenn sie das Wort Cloud hören? An großartige Chancen, Flexibilität und Vereinfachung? Oder sagen Sie vielleicht nur: „Clouds sind ja gut und schön, aber dafür ist mein Unternehmen einfach nicht geeignet.“
Technologische Innovationen und neue Bezahlmodelle wirken schnell unverständlich. Oft entsteht dann eine Spirale: Sie stehen vor Herausforderungen und erkennen Chancen. Neue Lösungen tun sich auf. Und werden abgelehnt – gerade weil sie neu sind. (Vielleicht erkennt auch Ihr Mitbewerber die Chance und ergreift zu, auch wenn die Lösung dornig ist.)
Kaum stehen Sie vor der nächsten Herausforderung, referenzieren Sie auf vergangene und verpasste Chancen: „Für uns ist das nichts, die neue Lösung kann nur von XY genutzt werden.“ Lassen Sie uns jetzt aber gemeinsam den Reset-Knopf drücken.
Kommt eine Chance auf Sie zu oder wollen Sie einen ineffizienten Prozess optimieren? Hegen die Kollegen mal wieder Einwände wie „Das kenne ich, XY hat das auch, läuft zwar bei denen, die sind aber auch X mal größer als wir.“ Sie werden dann sagen: „Da haben Sie recht, wir sind anders, wir als Unternehmen sind individuell, haben individuelle Eigenschaften. Natürlich werden wir die Lösung nicht so nutzen wie XY, denn wir sind nicht XY. Vielleicht können wir die Lösung sogar besser nutzen. Der Weg wird steinig, der Weg wird schwer. Lohnt es sich aber nicht trotzdem zu kämpfen? “.
Gerade wenn Sie in einem kleineren Unternehmen arbeiten, können neue Technologien herausfordernd wirken – oftmals fehlen Erfahrungswerte oder Experten für das spezifische Thema. Doch die Cloud ist gerade im Geist der Flexibilität geboren.

#geht-nicht-gibt’s-nicht – Cloud für Sie und Ihn in allen Größen

Warum aber sind gerade Cloud-Lösungen so flexibel? Warum können Cloud-Lösungen vielleicht sogar einfacher von mittelständischen Unternehmen eingesetzt werden?
Die hohe Flexibilität von Cloud-Lösungen lässt sich im Wesentlichen durch ihre Skalierbarkeit begründen: Insbesondere ihre Zahlmethoden verringern Fixkosten. Sie zahlen bspw. nur für die Zahl der Nutzer oder die tatsächlich verwendete Rechenkapazität eines Servers. Ob Ihr Unternehmen nun 10 oder 10.000 Mitarbeiter hat – Die Cloud passt sich an und kann für 10 Mitarbeiter ganz anders aussehen als für 10.000.

#schöne-neue-Welt – Der Aufbruch in die Freiheit … und Innovation

„Flexibilität ist gut und schön, damit spare ich Kosten, doch Umsatz erziele ich noch lange nicht“, mögen Sie jetzt einwenden. Es ist zugegebenermaßen auch nicht naheliegend, dass man alleine durch die Nutzung einer neuen Technologie Geld verdient.
Doch lassen Sie uns nun eine Zeitreise wagen und überlegen Sie mit mir, wo Ihr Unternehmen in zehn Jahren stehen wird. In diesem Zeitraum werden sicherlich zahllose neue Tools und Methoden den Markt erobert haben, denn – seien wir ehrlich – der Fortschritt schreitet nicht mehr, er sprintet.
Sie können sich entscheiden, wo Sie im Angesicht dieser neuen Chancen stehen werden: Bleiben Sie bei Ihrer statischen Legacy IT oder betreiben Sie flexible Cloud-Lösungen. Flexibel auch deshalb, weil Sie vorherige Cloud-Lösungen schnell wieder abstoßen und einen neuen Dienst in Anspruch nehmen können. Eine neue Lösung kommt auf den Markt und Sie sagen: „Prima, altes raus, neues rein.“
Gleichzeitig werden Sie in dieser Situation der Freiheit entdecken, wie neue Kapazitäten in Ihrem Unternehmen entstehen: Statt Relikt-Verwalter finden Sie Neudenker mit Freiraum. Sie können sich ganz auf das Kerngeschäft fokussieren mit Mitarbeitern, die wieder Zeit finden, das zu tun, worin ich die Bestimmung des Menschen sehe: Träume zu leben. Die Mitarbeiter werden den neuen Freiraum zu schätzen wissen und im Geiste der Cloud selbst neue Innovationen für Ihr Unternehmen entwickeln.

#die-Reise-beginnt – Der Sprung in die Freiheit ist hart, schwer und unangenehm – Sollten wir nicht trotzdem dafür kämpfen?

In diesem Beitrag habe ich Ihnen bisher drei Vorteile der Cloud näher vorgestellt: gesteigerte Flexibilität, erhöhte Freiheit und neu entdeckte Innovationskraft für Ihr Unternehmen. Doch ohne praktische Erkenntnisse ist das alles Theorie und nicht mehr als bloße Worthülsen.
Schauen wir uns darum einmal das Unternehmen The Factory an. The Factory wurde von Autohändlern gegründet und hat den für 50 Jahre nahezu statischen Händler-zu-Händler Automobilmarktplatz revolutioniert. Wie geht sowas? The Factory hat sich entschlossen „Ja“ zu sagen – ja zu Oracle-basierten SaaS- (Software-as-a-Service) und PaaS- (Platform-as-a-Service) Lösungen. Es gelang ihnen damit eine App zu entwickeln, die den Bewertungsprozess von Gebrauchtwagen standardisiert. Automobilverkäufer und -großhändler – insbesondere in Nordamerika –profitieren von einem vereinfachten Prozess für Auktionen. Kunden können ihr Inventar so überall und zu jeder Zeit entladen, ohne die Fahrzeuge physisch zur Auktion zu bringen. Klingt zunächst schwer vorstellbar, ist aber dank SaaS und PaaS schnell und effizient möglich. Denn das Fundament der App wurde bereits durch die eingesetzten Cloud-Dienste realisiert.
Keine Cloud-Story läuft gleich ab. In jedem Unternehmen gibt es individuelle Gegebenheiten. Vielleicht wollen Sie auch nicht von heute auf morgen jegliche IT in die Cloud verschieben. Nun, auch sanftere Transitionen sind bereits heute kein Problem mehr.
Die Cloud bietet für Sie und Ihre Mitarbeiter Chancen und Herausforderungen. Der Weg mag steinig sein – aber ist er es nicht trotzdem wert, beschritten zu werden? Mein Tipp: Greifen Sie nach dem Topf Gold am Ende des Regenbogens.


Über den Autor des Beitrags:

Martin Stollberg

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